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Die Planung ist die wohl mit am anspruchvollste Aufgabe des Projektmanagements. Mittels der Planung
wird stetig überprüft ob das Terminziel und das Kostenziel noch erreichbar sind. In der Planung
werden die einzelnen Projektaktivitäten möglichst detailliert aufgeschlüsselt, miteinander in Beziehung gebracht (verknüpft) und die dafür geschätzten Aufwände eingetragen.
Durch den Vergleich der tatsächlich benötigten Aufwände mit den geplanten Aufwänden kann erkannt
werden, ob es realistisch ist die Projektziele noch zu erreichen. Ausgehend von dieser Erkenntnis
können/müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
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Für die Projektplanung sollte die Hilfe eines Werkzeugs wie z.B. Microsoft-Project verwendet
werden. Erfahrungsgemäß geben viele Projektleiter die Arbeit mit solcherlei Tools nach kurzer
Zeit auf, da diese scheinbar nicht ihren Erfordernissen entsprechen. Wenn man dies genauer
analysiert, dann erkennt man oft, dass es vielmehr an den mangelnden Ausbildung des
Projektleiters/Projektleiterin liegt. Dies können Schwächen in der Kenntnis der zugrundeliegenden Methodik sein
(Netzplantechnik) oder auch eine mangelnde Ausbildung in der Verwendung des Werkzeugs. Schon
die Lektüre entsprechender Literatur kann in diesem Fall die
Arbeit mit dem Werkzeug vereinfachen.
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Bei der Erstellung einer Projektplanung hat es sich als sinnvoll erwiesen, die folgende
Reihenfolge einzuhalten:
- Erstellen eines Meilensteinplans
So früh wie möglich im Projektverlauf ist eine Planung der zu erreichenden Meilensteine
durchzuführen. D.h. es ist festzulegen, zu welchem Datum welche Produkte (Dokumente, Programme, ...)
vorliegen müssen. Wichtige Meilensteine sind zum Beispiel das vom Auftraggeber abgenommene
Pflichtenheft, das Ende der Kodierungsphase, der Beginn des User-Acceptance-Tests und die Übernahme
des Systems in die Produktion.
- Grobe Terminplanung
Spätestens nach Fertigstellung des Pflichtenheftes und der Systemarchitektur ist es möglich eine
erste grobe Terminplanung durchzuführen. Dabei sind alle wichtigen Aktivitäten, die sich aus der
bisherigen Analyse ergeben haben in den Terminplan einzuarbeiten. Neben der reinen Software-Entwicklung
sind auch Testaktivitäten, Review-Aktivitäten, usw. einzuplanen. Jede Aktivität muss mit dem
geschätzten Aufwand und der Abhängigkeit von anderen Aktivitäten ergänzt
werden (
).
- Ressourcenplanung
Die in der Terminplanung definierten Aktivitäten müssen zwingend mit den dafür benötigten Ressourcen
ergänzt werden. D.h. zu einem ist zu definieren welche Person die Aktivität durchführen soll und
zum anderen ist aufzuführen welche Sachmittel (Computer, Testaufbauten, Testdaten, Räume, ...)
dafür benötigt werden.
- Verfeinerte Termin- und Ressourcenplanung
Im Laufe des Projektes werden immer mehr konzeptionelle Dokumente erstellt, so dass es möglich wird
die Terminplanung immer weiter zu verfeinern (minimale Auflösung 1 Tag). Außerdem ergeben sich aus
den tatsächlich benötigten Aufwänden der bereits durchgeführten Aktivitäten Erkenntnisse, die zur
Anpassung der bisherigen Planung führen können (z.B. ein Mitarbeiter ist besonders schnell und ist
immer um 25 Prozent früher fertig).
Bei der verfeinerten Planung sollte der sogenannte kritische Pfad ( )
ermittelt werden. Der
kritische Pfad ist jene Verknüpfung von Aktivitäten, die das Ende des Projektes definieren. D.h.
wenn eine der Aktivitäten im kritischen Pfad länger dauert als geplant, dann verschiebt sich
automatisch der Endzeitpunkt des Projektes. Das bedeutet, dass jede Abweichung im kritischen
Pfad eine sofortige Reaktion des Projektmanagements hervorrufen sollte.
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